Brandschutzmobil bringt den richtigen Umgang mit Feuerlöschern nach Garham
Wie verhält man sich, wenn ein Feuer entsteht, welcher Feuerlöscher ist der richtige und wie wird er im Ernstfall eingesetzt? Genau um diese Fragen dreht sich derzeit vieles bei der Freiwilligen Feuerwehr Garham. Vom 21. bis 24. September macht dort das neue Brandschutzmobil der Versicherungskammer Bayern und des Landesfeuerwehrverbandes Bayern Station. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur theoretische Grundlagen, sondern vor allem der praktische Umgang mit Feuerlöschern.
Das Brandschutzmobil wurde erst in diesem Jahr neu in Dienst gestellt und löst das bisherige Info-Mobil „Handfeuerlöscher“ ab, das seit Ende der 1990er Jahre in Bayern unterwegs war. Mit dem Angebot verfolgen Versicherungskammer und Landesfeuerwehrverband bereits seit mehr als 25 Jahren das Ziel, den richtigen Umgang mit Feuerlöschern anschaulich zu vermitteln.
Technisch hat das neue Fahrzeug mit seinem Vorgänger nicht mehr viel gemeinsam. Der Dreiachser bringt ein Gesamtgewicht von 26 Tonnen auf die Waage und verfügt über 440 PS. Entscheidend ist aber vor allem das, was sich im Inneren befindet. Moderne Präsentations- und Übungstechnik ermöglicht es, das richtige Verhalten bei einem Brand verständlich zu erklären und anschließend praktisch zu trainieren.
In Garham richtet sich das Angebot an interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie an Mitarbeiter von Betrieben und Unternehmen. Nach einer theoretischen Einführung können die Teilnehmer den Einsatz eines Feuerlöschers unter kontrollierten Bedingungen selbst erproben. Damit soll aus dem Wissen über einen Feuerlöscher auch die nötige Sicherheit entstehen, ihn im entscheidenden Moment richtig bedienen zu können.
Gerade dieser praktische Teil ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes. Einen Feuerlöscher haben viele Menschen schon gesehen, tatsächlich benutzt haben ihn deutlich weniger. Wo befindet sich die Sicherung? Wie wird das Löschmittel abgegeben? Aus welcher Entfernung wird ein Entstehungsbrand bekämpft? Solche Handgriffe lassen sich in einer Übung wesentlich besser vermitteln als allein mit einer schriftlichen Anleitung.
Das Brandschutzmobil ist deshalb bayernweit unterwegs und wird unter anderem bei Feuerwehren, Schulen, Kindergärten und Kommunen eingesetzt. Das Angebot wird von der Versicherungskammer Bayern unterstützt und vom Landesfeuerwehrverband Bayern begleitet. Mitgliedsfeuerwehren sowie die Bezirks-, Stadt- und Kreisfeuerwehrverbände in Bayern können das Mobil für entsprechende Veranstaltungen anfordern. Fahrzeug, Personal, Material und auch die für die Übungen benötigten Feuerlöscher werden dabei kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Das Interesse an dem Angebot ist groß. Für das Jahr 2026 ist das Brandschutzmobil nach Angaben des Landesfeuerwehrverbandes bereits vollständig ausgebucht. Bevor es Ende dieser Woche zur Verbandsversammlung des LFV Bayern nach Cham weitergeht, ist der Truck vier Tage lang im Landkreis Passau zu Gast.
Für die Feuerwehr Garham bietet der Besuch damit die Gelegenheit, das Thema vorbeugender Brandschutz unmittelbar vor Ort aufzugreifen. Nicht das Zuschauen, sondern das eigene Ausprobieren steht dabei im Vordergrund. Denn wenn tatsächlich ein Entstehungsbrand gelöscht werden muss, bleiben für langes Überlegen meist nur wenige Augenblicke. Wer die notwendigen Handgriffe bereits einmal unter sicheren Bedingungen geübt hat, kennt zumindest den grundsätzlichen Umgang mit dem Feuerlöscher.
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