Archiv: Jahr 2006


» Feuerwehren danken Firmen aus der Region für das Abstellen der Einsatzkräfte

von Theresia Wildfeuer

Salzweg. Unter dem Motto „Doppelt im Einsatz - beim Arbeitgeber und bei der Feuerwehr“ hat der Landes- und Kreisfeuerwehrverband im Veranstaltungssaal der Gemeinde Salzweg in Straßkirchen 33 Firmen aus dem Landkreis für ihre Verdienste um das Feuerlöschwesen geehrt. Hochwasser, Schneekatastrophe und Einsätze bei Unfällen und Bränden - sie zeigten, dass sich ohne das ehrenamtliche Engagement der Helfer in den Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen Gefahren und Katastrophen nicht abwenden ließen, betonte Kreisbrandinspektor Alois Fischl als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands. Doch der Wille der Feuerwehrleute reiche nicht aus. Nur weil die Arbeitgeber Verständnis für das Ehrenamt zeigten, könne die Feuerwehr effektiv helfen. Auch wenn das Feuerwehrgesetz eine Freistellung der Einsatzkräfte vorsehe, sei eine gute Zusammenarbeit zwischen Wehren und Firmen wichtig.

Die Feuerwehren würdigten deshalb das Verständnis und die Unterstützung einer Reihe von Firmen aus Handwerk, Dienstleistung und Industrie. Für die ehrenamtlichen Hilfsorganisationen werde es immer schwieriger, genügend und qualifizierte Helfer zu mobilisieren, unterstrich Kreisbrandrat Josef Ascher. Auch für die Betriebe sei es ein großes organisatorisches Problem, in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit Mitarbeiter freizustellen. Doch er bat um Verständnis und weitere Unterstützung. Die Feuerwehren leisteten jährlich rund 2700 Einsätze im Landkreis. Das seien mehr als 55 000 Stunden, die zu einem großen Teil in der normalen Arbeitszeit zu erbringen seien. Auch er dankte den Firmen für ihre Rücksichtnahme.

Anschließend zeichneten Alfons Weinzierl, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes, Landrat Hanns Dorfner, MdB Andreas Scheuer, Alois Fischl und seine Stellvertreter Josef Ascher, Peter Högl, Willi Süß und Georg Seidl die 33 Firmenvertreter mit Urkunden aus.

Weinzierl gratulierte den Vertretern der geehrten Unternehmen zu ihrer Auszeichnung. Im Landkreis engagierten sich rund 8000 Aktive und 1400 Jugendliche bei den Feuerwehren. Insgesamt seien es in Bayern 323 000 Helfer, die bereit seien, für den Nächsten einzutreten.

Weinzierl kritisierte Pläne des Bundes, sich aus dem Brandschutz zurückzuziehen. Er wandte sich zugleich gegen die Einführung einer Berufsfeuerwehr. Er bezweifelte, dass diese den Bürgern den gleichen Schutz gewähren könne, zumal einem Durchschnitts-Landkreis. Die Feuerwehrkapelle Hötzdorf umrahmte die Feier musikalisch.