Archiv: Jahr 2006


» Katastrophen-Alarm aus Angst vor Regen

Passau (kar). ImLandkreis Passau galt auch gestern noch Katastrophen-Alarm. Landrat HannsDorfner und Einsatzleiter Josef Ascher begründeten ihre Entscheidung mitden angekündigten Regenfällen. Der Deutsche Wetterdienst hatte lautLandratsamt gemeldet, dass bis heute Mittag eine Wassermenge von 20 Liternpro Quadratmeter innerhalb von zwölf Stunden fallen werde.
Rund 100 Helfer waren gestern im nördlichen Landkreis noch im Einsatz. DieDächer der betreffenden Gebäude seien „im Grenzbereich der Belastung“gewesen, hieß es aus dem Landratsamt. Unzählige Häuser seien noch nichtabgeschaufelt. Der verstärkte Regen könne zu akuten Einsturzgefahrenführen. Ascher appelliert deshalb an die Privathaus-Besitzer,schnellstmöglich den Schnee abzuräumen.
Der Krisenstab wies auf ein weiteres mögliches Problem hin. Der Regenkönne das Hang- und Oberflächenwasser überdimensional verstärken. Dieskönne zu großflächigen Überschwemmungen führen, das Wasser könne in dieGebäude eindringen. Die Gemeinden wurden angehalten, für NotfälleSandsäcke bereit zu halten. Wegscheids Bürgermeister Josef Lamperstorferrief die Bürger in diesem Zusammenhang nochmals auf, unbedingt die Gullysfrei zu schaufeln, damit das Wasser ablaufen kann. Der Bauhof sei dazunicht in der Lage, weil weiter Straßen geräumt werden müssten.
Landrat Dorfner und Kreisbrandrat Ascher vereinbarten, den K-Alarm erstdann aufzuheben, wenn die Wetterlage besser einzuschätzen ist. DerKrisenstab trat heute Nacht noch einmal zu einer Lage-Besprechungzusammen.