Archiv: Jahr 2005


» Feuerwehr plant eigene Typisierungsaktion

Einsatz für Leukämie-Kranke geht am 26. November in Passau weiter - Riesiges Echo: 3100 Freiwillige in Landshut

BadGriesbach (br). Hochmotiviert durch die überwältigende Resonanz aufdie Typisierungsaktion der Feuerwehr in Landshut am vergangenen Sonntagwollen deren Kollegen im Landkreis Passau ihren Einsatz gegen denBlutkrebs fortsetzen. Kreisbrandrat Josef Ascher organisiert für Samstag,26. November, eine ähnliche Veranstaltung, bei der sich Freiwillige durchBlutentnahme als potenzielle Knochenmarkspender registrieren lassenkönnen.

Über3100 Personen sind am Sonntag dem Aufruf gefolgt, sich typisieren zulassen, um in erster Linie einem an Leukämie erkrankten Feuerwehrmann ausLandshut und einem Betroffenen im Landkreis Passau, dem ReuternerVize-Kommandanten Christian Haslbeck, eventuell durch eineStammzellenspende zu helfen. Insgesamt 210 Typisierungswillige hattenKreisbrandinspektor Peter Högl und Reuterns Kommandant Helmut Lex durchihre Aufrufe mobilisiert. Zwei Busse und vier Mehrzweckfahrzeuge brachtensie alle zur Feuerwache der niederbayerischen Bezirkshauptstadt, hinzukamen noch einige Selbstfahrer.

»Alleswar perfekt organisiert«, berichtet Högl - auch am Tag danach noch spürbarbeeindruckt von der Welle der Hilfsbereitschaft der Feuerwehrleute, aberauch einer ganzen Menge Nicht-Feuerwehrler. Die Aktion, verbunden miteinem Tag der offenen Tür für die ganze Familie, musste nach seinen Wortenwegen des Massenansturms um eine Stunde verlängert werden, das zuständigeLabor aus Ulm war sogar gezwungen, Teströhrchen nachzuliefern. Auch einInfo-Stand zum Thema Knochenmarkspende war eingerichtet, an dem einEmpfänger fremder Stammzellen über seine Genesung Auskunft gab. Aus 3500typisierten Mitmenschen waren seinerzeit fünf geeignete Spender gefundenworden.

EineAntwort auf die Frage, ob die neuerliche Suche ebenso erfolgreich gewesenist, wird es laut Högl, der vor Ort Gelegenheit hatte, mit dem LandshuterLeukämie-Patienten Lothar Einberger zu sprechen, erst in etwa zwei Wochengeben. Ungeachtet dessen wird die Feuerwehr im Landkreis Passau eineeigene Aktion aufziehen - voraussichtlich in Passau. »Wir bauen jetzt aufdie Mundpropaganda nach dem Erfolg in Landshut«, unterstreicht derKreisbrandinspektor, der nähere Einzelheiten rechtzeitig bekannt gebenwird.