Archiv: Jahr 2002


» Junge Wehrleute ziehen Bilanz

Fast 1400 Jugendliche bei den Wehren aktiv - Viele Aktionen geplant

Germannsdorf (rem). Zahlen, Daten, Fakten - 150 Jugendwarte der Feuerwehren des Landkreises Passau haben bei der Kreisjugendwartversammlung im Gasthaus Höfler in Germannsdorf Bilanz gezogen. Bürgermeister Bernd Zechmann betonte, wie wichtig die Jugendarbeit in der Feuerwehr sei. „Feuerwehren leisten einen großen Dienst an der Gesellschaft“, so Zechmann. Anzenberger berichtete über insgesamt 29 817 von den Jugendwarten im Landkreis geleisteten Stunden in der Jugendarbeit.

v. r. 1. Bgm. der Stadt Hauzenberg Herr Zechmann, KJW Anzenberger, KBR Silbereisen und stellv. Landrat Bernkopf

Er erklärte, dass der Mitgliederstand auch im letzten Jahr wieder um 124 Jugendliche auf nun 1394 Jugendliche angestiegen ist. Damit ist die Jugendfeuerwehr im Landkreis Passau die mit Abstand zahlenmäßig stärkste im Regierungsbezirk Niederbayern. Die Ausbildungstätigkeit in der Jugendfeuerwehr wurde auch in diesem Jahr stark betrieben. So nahmen 286 Jugendliche aus 62 Wehren an der Abnahme des Jugendleistungsabzeichens teil. 949 Feuerwehranwärter absolvierten den Wissenstest erfolgreich. Insgesamt wurden auf Landkreisebene 15 202 Ausbildungsstunden bei den Feuerwehren abgehalten. Ein Höhepunkt im Jahresablauf war das im August in Ruhstorf veranstaltete Jugendzeltlager. 485 Jugendliche nahmen an dem Spektakel mit Lagerdisco und Wettkämpfen teil. Ein weiteres Highlight war auch das Hallenfußballturnier des Landkreises in Hauzenberg. Dabei kickten mehrere fußballbegeisterte Jugendfeuerwehren um den Siegerpokal. KBM Robert Anzenberger war an 305 Tagen im Jahr für die Jugendfeuerwehren unterwegs. Kreisbrandrat Franz Silbereisen führte in seinem Grußwort aus, dass die Feuerwehren stolz auf ihre Jugendlichen sein können, da diese immer wieder ein reges Interesse an der Hilfsorganisation Feuerwehr zeigen und damit zusammen mit ihren erwachsenen Kameraden einen „wertvollen Beitrag zur Dorfgemeinschaft“ leisten. Er bekräftigte, dass die Führungsdienstgrade der Feuerwehr hinter der Arbeit der Jugendwarte stehen. Der stellvertretende Landrat Gerhard Bernkopf gratulierte dem frisch bestellten KBI des nördlichen Landkreises, Alois Fischl, zu seiner neuen Aufgabe und sprach den anwesenden Jugendwarten und Kommandanten Dank für die geleistete Arbeit aus. Er habe aus dem Bericht des Kreisjugendwarts entnommen, dass Ausbildung, Spaß und Kameradschaft bei den Jugendfeuerwehren in einem guten Mischungsverhältnis stehen. Feuerwehrpfarrer Gotthard Weiß sagte, dass die Hilfsbereitschaft ein Urtrieb sei und bei den Feuerwehrleuten, im Gegensatz zu manch anderen, noch nicht verkümmert ist. Laut Pfarrer Weiß steht die Schlagkraft der Feuerwehr auf zwei Säulen: Einsatzbereitschaft und Kameradschaft. Heuer wird es noch die Abnahme der Deutschen Leistungsspange, die Jugendtage, den Wissenstest und das Hallenfußballturnier geben.